Eine offene Küche braucht mehr Planung als ein abgeschlossener Kochbereich. Gerüche, benutztes Geschirr und laute Geräte fallen im Wohnraum sofort auf. Dieser Blogbeitrag sammelt 7 Ratschläge für offene Küchen aus unserer Planungspraxis. Es geht um Aufteilung, Laufwege, Kochdunst, Lautstärke, Stauraum, Licht und Material.
Dem Raum eine Ordnung geben
Kochen, Essen und Entspannen teilen sich ohne Trennwand dieselbe Fläche. Jede dieser drei Zonen verlangt einen eigenen Mittelpunkt, andernfalls zerfließt der Raum. Ein Teppich hält die Sitzgruppe zusammen, geschlossene Hochschränke geben der Küche einen Rücken, und ein niedriges Sideboard rahmt den Essplatz. Ein Wechsel des Materials an der Decke markiert eine Kante, ebenso ein halbhohes Regal, das den Blick durchlässt. Eine Sitzbank am Essplatz übernimmt dieselbe Aufgabe. Die Zonen bleiben so einzeln lesbar, der Raum verliert seinen Zusammenhang trotzdem nicht.
Wege beim Kochen kurz halten
Große Flächen ziehen Spüle, Arbeitsplatte, Kochfeld und Kühlgerät leicht zu weit auseinander. Sortieren Sie diese vier Stationen nach dem Ablauf, den Sie beim Kochen tatsächlich durchlaufen, dann entfallen unnötige Schritte. Kühlgerät, Kochfeld und Spüle bilden im Idealfall ein knappes Dreieck. Eine frei stehende Insel wendet Sie beim Arbeiten dem Raum zu und trägt mit überstehender Arbeitsplatte zwei Hocker. Planen Sie ringsum ausreichend Gang ein, damit Türen und Auszüge komplett öffnen. Die Insel bleibt eine Möglichkeit von mehreren: Eine Zeile, eine L-Küche oder eine U-Küche nimmt Arbeitsfläche und Stauraum genauso auf.
Kochdunst am Entstehungsort abfangen
Dämpfe ziehen ohne Wände durch den kompletten Raum und setzen sich in Textilien fest. Ein Kochfeldabzug saugt den Kochdunst direkt an der Quelle ab und lässt die Sichtachse zum Wohnbereich unverstellt. BORA hat diese Bauart geprägt und führt Kochfeld sowie Absaugung in einem Gerät zusammen. Eine Haube leistet dasselbe, sofern ihre Leistung zum Raumvolumen passt. Eine Randabsaugung und ein Schalldämpfer im Kanal nehmen zusätzlich Geräusch heraus, manche Hersteller setzen den Motor auf Wunsch außerhalb der Küche. Der Abluftbetrieb arbeitet ruhiger als Umluft.
Auf leise Technik achten
Zehn Dezibel mehr empfindet das Ohr bereits als doppelte Lautstärke. Geschirrspüler, Kühlgerät und Dunstabzug prägen den Pegel in einem offenen Raum entsprechend stark. Ein leiser Geschirrspüler entspricht ungefähr einem gedämpften Gespräch, ein sparsames Kühlgerät verschwindet im Hintergrund. Das Energielabel nennt den passenden Wert, gemessen im Standardprogramm. Prüfen Sie die Angabe schon bei der Auswahl im Studio. Ein Silence-Programm drosselt den Wasserdruck und läuft dadurch noch zurückhaltender, ein Einbaugerät bleibt ruhiger als ein frei stehendes. Ein Invertermotor läuft im Kühlgerät mit weniger Reibung und spart Strom. Bürstenlose Motoren drücken Geräusch und Stromverbrauch gleichzeitig, berbel verbaut in seinen Dunstabzügen etwa einen EC-Lüftermotor.
Stauraum bis unter die Decke ausnutzen
Eine offene Küche zeigt jedes Detail, deshalb braucht sie mehr Platz zum Wegräumen als ein Kochbereich hinter einer Tür. Ziehen Sie Ihre Schränke bis zur Decke hoch, statt Wandfläche zu verschenken. Ein Apothekerauszug hält Konserven, Essig und Öl in Reichweite. Faltschiebetüren schließen sich vor Toaster und Kaffeemaschine, sobald Besuch kommt. Glatte Fronten ohne sichtbare Griffe beruhigen das Bild vom Sofa aus. Ein Hauswirtschaftsraum nebenan nimmt Vorräte, Waschmaschine und selten benutzte Geräte auf.
Licht in mehreren Ebenen aufbauen
Eine Deckenleuchte allein deckt eine offene Fläche nicht ab. Arbeitsplatte, Spüle und Kochfeld verlangen helles, gerichtetes Licht, sodass Ihr eigener Schatten Sie nicht behindert. Die Pendelleuchte über dem Esstisch hängt tief genug, um die Tischfläche zu fassen, und gibt den Blick in die Küche trotzdem frei. Warmes Licht an den Schränken lässt sich am Abend dimmen und bringt Wohnstimmung zurück. Ein Sockellicht unter den Schränken zeichnet die Küchenzeile nach, ohne zu blenden. Getrennte Schaltkreise trennen konzentriertes Arbeiten vom gemütlichen Sitzen.
Material, Boden und Anschlüsse abstimmen
Die Küche steht mitten im Wohnraum und sollte sich deshalb einfügen. Ein Bodenbelag, der beide Bereiche durchläuft, verbindet die Fläche optisch. Zurückhaltende Fronttöne mit Stein und Holz ergänzen Ihre Möbel, statt sie zu übertönen. Eine kräftige Farbe an der Insel reicht als Akzent aus. Bestimmen Sie die Position der Steckdosen dort, wo der Strom später wirklich gebraucht wird, sodass niemand Kabel über die Arbeitsfläche ziehen muss. Eine versenkbare Steckdosenleiste hält die Insel frei. Widerstandsfähige Oberflächen lassen sich rasch abwischen. Abluft, Wasser sowie Lichtleitungen gehören in den ersten Entwurf.
Fazit: 7 Ratschläge für offene Küchen
Die 7 Ratschläge für offene Küchen wirken zusammen: Aufteilung, Laufwege, Kochdunst, Lautstärke, Stauraum, Licht sowie Material und Technik entstehen gemeinsam am Grundriss und nicht in einer Reihe nacheinander. Eine weite Fläche wird auf diesem Weg zu einem Ort, an dem Kochen, Essen und Entspannen sich gegenseitig in Ruhe lassen. Küchen Vormelcher plant Ihre Küche in Rauen bei Fürstenwalde individuell und gibt Ihnen bis zu 25 Jahre Garantie. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin in unserem Küchenstudio.


